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Siegfried und die Ungeheuer im Düsterwald

Siegfried ist ein junger Knabe, als er zusehen muss, wie sein Vater und seine Schwester von einem Raubritter auf grausame Art und Weise ermordet werden. Das Schicksal führt ihn nach Burg Eckerdingen, wo er zum Ritter ausgebildet wird. Als Jahre später das Königreich durch drei menschenfressende Riesen, einen Drachen und eine Hexe bedroht wird und der König seine Ritter auffordert gegen sie in den Kampf zu ziehen, sieht der 17-jährige Siegfried seine Chance gekommen, um sich zu beweisen und letztlich Rache am Raubritter zu üben. Gemeinsam mit seinen Gefährten begibt er sich auf eine gefährliche Reise und erlebt dabei manche Überraschung.

Das Buch „Siegfried und die Ungeheuer im Düsterwald“ ist der erste Band der mehrteiligen Siegfried-Reihe. Der zweite Band „Siegfried und der Zorn des dunklen Magiers“ ist am 6. Oktober 2020 erschienen.

Leserstimmen

„Es war ein Vergnügen dein Buch zu lesen. Mir gefällt der Mix aus geschichtlichen Fakten und dem Fantasyteil. Das Ende ist teilweise überraschend. Ich möchte sehr gerne die Fortsetzung lesen.“ (Annika)

Zoltán Szabó. Siegfried und die Ungeheuer im Düsterwald. Band 1. Roman. Taschenbuch. 316 Seiten. 11,99 €. eBook. 2,99 €. ISBN: 978-3-7529-9917-4. Erschienen am 1. September 2020.

Leseprobe

Prolog

Siegfried befand sich wenige Meter unterhalb der Klippe, auf welcher der gefährliche Drache thronte und seinen Blick herrschaftlich über den Düsterwald und das Königreich schweifen ließ. Sein Herz pochte schnell, seine Finger schmerzten vom langen Aufstieg. Der Wind blies ihm scharf ins Gesicht. Er war erschöpft von der langen Reise und in Wut und Trauer über den kürzlichen Tod seines Freundes, der von den Riesen getötet wurde. Er hatte die Gefährten zurückgelassen, um ihr Leben nicht zu gefährden und musste nun allein gegen seinen größten Gegner kämpfen. Allein das unzerstörbare Schwert Fortis und sein feuerfester Schild machten ihm Hoffnung, das übergroße Ungeheuer wider jede Wahrscheinlichkeit besiegen zu können. Er dachte zurück an die letzten Wochen und Monate, die sein Schicksal so stark geprägt hatten. Alles ergab nun einen Sinn. Die Prophezeiung des Zauberers, seine Ausbildung zum Ritter und sein wundersamer Freund, der Rabe Ergo, der ihm einst nach dem brutalen Mord am Vater und der geliebten Schwester durch den grausamen Raubritter in seinen dunkelsten Stunden einen Weg wies. Er fragte sich einen Moment lang, ob sein Leben nicht eine andere Wendung hätte nehmen können. Wie war es soweit gekommen? Wäre er jemals Ritter geworden, wenn die Eltern noch leben würden? Wäre seine verstorbene Schwester heute eine glückliche Ehefrau und Mutter? Hätte er je die Prinzessin kennengelernt, für die er seit der ersten Begegnung schwärmte? Wäre vielleicht ein anderer Ritter an seiner Stelle, wenn ihn nicht all die Jahre der Wunsch nach Rache am Raubritter stets angetrieben hätte? Siegfried erinnerte sich an seine Kindheit und wie das Schicksal seinen Lauf nahm.

 

Schicksalhafte Jahre (Auszug)

„Er wagt es, mich einen schlechten Christen zu nennen?“ Der Raubritter zog das Schwert mit wutverzerrter Fratze, drückte den Vater mit dem Arm gegen die Wand, schlug ihm zweimal mit der Faust ins Gesicht und setzte die Klinge an seinen Hals. „Ich will euch zeigen, wie ich mit Leuten umzugehen pflege, die sich meinem Willen nicht fügen.“
Das Herz von Hans schlug schnell. Angst breitete sich in seinem Gesicht aus. Gern hätte er sich gegen den Ritter gewehrt, aber aus Sorge um Siegfried und die anderen tat er es doch nicht.
Els rannte ins Haus und rief verzweifelt: „Haltet ein, Herr Ritter und verschont meinen lieben Vater. Er ist ein aufrechter Mann und guter Schildmacher.“ Sie hatte das Treiben gespannt durch ein Loch in der Tür beobachtet.
Der Ritter lächelte: „Was für ein schönes, mutiges Töchterlein der Schildmacher hat.“ Er signalisierte seinen Mannen, den Vater festzuhalten. Dann ging er langsam auf Els zu, schlug ihr mit der flachen Hand ins Gesicht, zerrte sie bei den Haaren an einen Tisch in der Werkstatt, wo er ihr das Kleid zerriss und einen Hammer nahm. „Sie wird lernen, wo der Platz einer Frau in unserer Ordnung ist. Ich werde Ihr zeigen, was ich mit jungen Mädchen tue, die sich nicht unterzuordnen wissen.“ Dann nahm er den Griff des Hammers und führte ihn der Schwester brutal in ihre Scheide ein. Sie schrie schmerzerfüllt auf und weinte. Der Vater brüllte den Ritter aggressiv an und forderte ihn auf, die schreckliche Tat sofort zu beenden. Die Männer des Ritters traktierten den Vater mit Faustschlägen.
Siegfried verfolgte die Situation voller Angst und Zweifel. Was sollte er nur tun?

Die Reise zum Eidechsen-Vulkan (Auszug)

Stunde für Stunde fiel Siegfried der Aufstieg schwerer. Die starke Steigung forderte ihrenTribut. Seine Kräfte ließen langsam nach. Die Arme und Beine fühlten sich wie Gewichte an. Schweiß durchnässte sein Hemd. Seine Muskeln schmerzten ab der zweiten Stunde. Er entschied, bei jedem weiteren Kilometer jeweils zehn Minuten Pause einzulegen. Sein Trinkschlauch leerte sich bei Stunde drei. Ab Stunde vier quälte er sich und halluzinierte teils vom Raubritter, dem Mord am Vater und seiner Schwester Els.
Er schmeckte die salzigen Schweißperlen, die ihm in den Mund liefen. Seine Lippen fühlten sich trocken und spröde an. Jeder Meter verursachte Siegfried brennende Schmerzen in den Waden. Der faulige Geruch der Rauchwolken des Vulkans raubte seinen Atem und trieb ihm Tränen in die Augen. Gedanken durchströmten seinen Kopf: Ich muss durchhalten und werde es schaffen. Es ist nicht mehr weit. Vater, ich werde dich und Els rächen. Ich muss das Schwert und den Schild finden.
Siegfried band sich ein Tuch um Mund und Nase, um besser atmen zu können. Es half nur wenig. Der letzte Kilometer fühlte sich wie eine Ewigkeit ein. Dann sah er die Umrisse eines schlanken Menschen mit Tunika und Gürtel vor sich am Rand des Vulkans, der in Rauch eingehüllt war. Der Mann machte eine Bewegung mit der Hand und der Rauch zog in eine andere Richtung.

Der Düsterwald (Auszug)

Heinrich bemerkte es: „Was machst du da Seytz? Wir müssen zusammenbleiben.“
Seytz drehte sich zu ihm: „Ich bewundere diese riesigen Steinpilze. Du musst wissen, Steinpilze sind meine Leibspeise. Wir sollten davon unbedingt später einen probieren und kochen.“
Plötzlich verdunkelte sich der Himmel über Seytz. Im nächsten Moment war eine Riesen-Spinne über ihm und wickelte ihn in ihren klebrigen Faden ein, bis er verpuppt war. Heinrich war geschockt von der Größe der Spinne. Sie war mindestens drei Meter hoch und der Umfang von Torso und Beinen umfasste vermutlich das Dreifache. Siegfried, Linhardt und Ott hatten es nicht mitbekommen, da sie einige Meter vorangingen.
Heinrich schrie: „Siegfried, haltet ein und seht, die Riesen-Spinne hat Seytz! Wir müssen etwas unternehmen.“
Siegfried: „Linhardt, versuch die Spinne mit Pfeilen zu treffen.“
Siegfried, Heinrich und Ott liefen mit Speeren in Richtung des Pilzes, wo sich die Spinne weiter am Boden aufhielt und ihre Fühler ausstreckte. Sie stachen mit den Speeren nach ihr, während die Spinne versuchte, die Gefährten mit ihren haarigen Beinen zu ergreifen. Seytz war in einem Kokon unterhalb ihres Torsos am Hinterteil gefangen. Linhardt schoss Pfeil um Pfeil und traf drei der acht Augen.

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