Gesunde Ernährung: Fleisch und Milch machen krank.

Es ist merkwürdig. Weder die Deutsche Krebsgesellschaft, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung noch das Bundesinstitut für Risikobewertung, das zum Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft gehört, weisen auf klare Zusammenhänge hin. Es geht um den Zusammenhang des Verzehrs von tierischen Nahrungsmitteln und der Entstehung moderner Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Magen-Darm-Probleme, Arthrose, Hautkrankheiten und Asthma.

Dabei belegen diverse Studien, dass Nahrungsmittel tierischen Ursprungs zu Entzündungen im Körper führen und letztlich Krankheiten auslösen.

Rotes Fleisch und Wurstwaren krebserregend

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Einrichtung der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO), stufte nach einer Auswertung von 800 Studien bereits im Jahr 2015 den Verzehr von rotem Fleisch in einer Monographie als „wahrscheinlich karzinogen für den Menschen“ (Gruppe 2A) ein. Fleischwaren werden sogar als definitives Gruppe 1-Karzinogen (qualitativ, aber nicht quantitativ) in die gleiche Kategorie wie Tabakrauchen eingestuft. Der tägliche Verzehr von 100 g rotem Fleisch erhöht das Darmkrebsrisiko um 17 Prozent. Zum roten Fleisch zählen Rind, Kalb, Schwein, Lamm und Hammel. Quelle: Ärzteblatt.de

Personen, die täglich mindestens 30 g Wurst und andere Produkte aus verarbeitetem Fleisch aßen, haben ein knapp 90 Prozent erhöhtes Diabetesrisiko. Quelle: Ärzteblatt.de

Die Auswertung von Langzeitstudien an 440 000 Menschen belegte, dass schon ein tägliches 100-Gramm-Steak das Diabetes-Risiko um ein Fünftel steigert, berichten die Forscher im Fachmagazin „American Journal of Clinical Nutrition“. Quelle: Focus.de

Rotes Fleisch führt darüber hinaus zu Übergewicht und Fettleibigkeit, da der hohe Fettgehalt das natürliche Sättigungsgefühl im Darm blockiert. Quelle: Emeran Mayer (2016): Das zweite Gehirn.

Geflügelfleisch krebserregend

Eine Studie der Universität Oxford mit 475.000 Briten ergab ein erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken, wenn sie Geflügel aßen. Der Verzehr von Geflügelfleisch war positiv mit dem Risiko für schwarzen Hautkrebs, Prostatakrebs und Non-Hodgkin-Lymphom verbunden. Quelle: RTL.de Eine Studie der University of California in San Francisco mit 100 gesunden Männern und Frauen im Alter von 21 bis 65 Jahren ergab ebenfalls, dass sich der Verzehr von Geflügel negativ auf den LDL-Cholesterinspiegel auswirkt und damit das Krebsrisiko steigert. Quelle: Focus.de

Der Verzehr von Geflügelfleisch führt laut einer Langzeitstudie in China mit über 63.000 Teilnehmern zu Diabetes. Quelle: American Journal of Epidemology

Milchprodukte krebserregend

Eine Studie der Harvard University fand einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von pasteurisierter Milch aus industriellen Milchbetrieben und hormonbedingten Krebserkrankungen wie etwa Prostata- oder Brustkrebs. Insbesondere die hohe Östrogenbelastung würde zu Entzündungen im menschlichen Körper führen. Das krebserregende Potential von natürlichen Östrogenen sei bis zu 100.000-mal höher als beispielsweise jenes von hormonähnlichen Substanzen in Pestiziden. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) macht darauf aufmerksam, dass in Ländern mit hohem Milch- und Rindfleischkonsum hohe Darmkrebsraten herrschen. Quelle: HNA.de und Zentrum der Gesundheit

Mit zunehmenden Verzehr von Milch und Milchprodukten steigt laut einer Studie der Harvard University zudem das Knochenbruchrisiko. Das Risiko für Osteoporose steigt mit jedem Glas Milch um 9 Prozent. Milchprodukte tragen darüber hinaus zu Übergewicht bei. Selbst fettarme Milch zeige einen negativen Effekt. Quelle: Ärzteblatt.de

Milch und Milchprodukte steigern laut einer Studie mit 72.000 Patienten das Risiko für Akne und andere Hautprobleme. Wer mehr als ein Glas Milch am Tag trank, dessen Risiko stieg um 12 Prozent.  Die höchsten Risiko-Zunahmen gab es bei Magermilchkonsumenten (24 Prozent), vor jenen Personen, die fettarme Milch tranken (14 Prozent), und Vollmilchtrinkern (13 Prozent). Quelle: Ärztezeitung.de

Fisch mit Quecksilber, Würmern und Mikroplastik belastet.

Selbst Fisch ist nicht unbedingt gesund, da er u.a. mit Quecksilber, Würmern, Mikroplastik und Pflanzenschutzmittel belastet ist. Die Verschmutzung der Weltmeere gilt als Ursache. Die Weltmeere sind zu Dreivierteln bereits überfischt. Quelle: Peta.de

46 Prozent des Plastikmülls bestehen aus Fischernetzen, die bewusst oder versehentlich im Meer entsorgt wurden. Schildkröten, Haie, Wale und Delfine verenden in diesen entsorgten Fischernetzen. Quelle: petazwei.de Mehr als 300.000 Wale und Delfine ersticken jährlich als Beifang in Fischernetzen. Später wird der unerwünschte Fang als Abfall von Bord geworfen. Quelle: whales.org Bis zu 100 Millionen Haie und Rochen verenden pro Jahr als Beifang in Fischernetzen. Quelle: Greenpeace.de Mit dem Sterben dieser Tiere an der Spitze des Nahrungskette kippt das gesamte Ökosystem Ozean.

Nachhaltige Fischerei existiert laut der Meereschutzorganisation Sea Sheperd nicht, da der Fang und die angewandten Fangmethoden nicht überprüft werden können. Gütesiegel wie vom MSC sind Etikettenschwindel. Bereits im Jahr 2050 werden die Weltmeere leergefischt sein. Das Ökosystem Ozean wird kippen. Bis zu 80 Prozent des Sauerstoffs werden von Phytoplankton in den Ozeanen produziert. Ein Großteil des Kohlendioxids wird gespeichert und verhindert eine stärkere Erderwärmung. Der einzige Weg, das Artensterben im Meer und damit das Kippen dieses Ökosystems zu stoppen, wäre laut Sea Sheperd nicht mehr Fisch zu essen und den Fischfang zu verbieten. Quellen: Sea Sheperd / Doku „Seaspiracy“ / 20min.ch

Gesunde Ernährung ist rein pflanzlich.

Was macht also eine gesunde Ernährung aus, wenn wir weder Fleisch- noch Milchprodukte essen dürfen und selbst Fisch belastet ist?

Verschiedene Studien belegen immer wieder die gesundheitsfördernde Wirkung einer rein pflanzlichen Ernährung. Das Verdauungssystem des Menschen mit dem 7 Meter langen Darm entspricht biologisch eher dem eines Pflanzenfressers. Informierte Fachärzte wissen um die Vorteile einer veganen Ernährung. Die China Studie mit 94.000 Teilnehmern von Campell belegt dies eindrucksvoll. Krebs und Herzkrankheiten konnten gestoppt und teils geheilt werden durch eine rein pflanzliche Ernährung. Auch die Dokumentation „What the Health“ (auf Netflix und YouTube) belegt diese These. Diabetes-, Asthma- und Bluthochdruckpatienten konnten durch die rein pflanzliche Ernährung ihre Beschwerden nachhaltig lindern. Innerhalb weniger Wochen erlebten schwerkranke Patienten nach einer Umstellung auf rein pflanzliche Kost bereits eine spürbare Verbesserung ihrer Beschwerden. Unser Verdauungsapparat und die Darmbakterien danken es uns offenbar, wenn wir sie mit gesunden, pflanzlichen Lebensmitteln füttern.

Die weltgrößte Gesellschaft für Ernährung, die Academy of Nutrition and Dietetics (AND), mit über 70.000 Mitgliedern stellt in ihrem Positionspapier fest, dass eine „gut geplante vegane Ernährung gesund, bedarfsdeckend und für alle Phasen des Lebens geeignet ist, einschließlich der Schwangerschaft, Stillzeit, der frühen Kindheit und Jugend“. Laut der AND ist die rein pflanzliche Ernährung gesundheitsförderlich, kann das Risiko für ernährungsbedingte Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus Typ 2 senken und präventiv gegen einige Krebserkrankungen oder Adipositas wirken. Vegan lebende Menschen nehmen laut der amerikanischen Fachgesellschaft weniger ungesunde gesättigte Fette zu sich und verzehren mehr gesundheitsförderliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Nüsse und Samen als Mischköstler. Eine pflanzliche Ernährung zeichnet sich durch mehr Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aus, was zu einer niedrigeren LDL-Cholesterin-Blutkonzentration führt. Insgesamt sind Veganer dadurch weniger anfällig für ernährungsbedingte chronische Erkrankungen. Quelle: Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics

Alle wesentlichen Nährstoffe und Vitamine können durch eine gut geplante rein pflanzliche Ernährung gedeckt werden. Vitamin B12 muss zusätzlich über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Aufgrund der komplizierten Dosierung wird Veganern zudem die gezielte Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln für Jod und bei Bedarf Omega 3-Fettsäuren empfohlen. Bei Nahrungsergänzungsmitteln ist die Dosis zu beachten. Eine gut geplante pflanzliche Ernährung führt zu einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin B2, Vitamin D, Kalzium, Jod , Zink, Selen, Eisen und Omega 3-Fettsäuren. Andernfalls droht eine Unterversorgung. Quellen: Focus.de, Ärzteblatt.de Es wird eine regelmäßige ärztliche Kontrolle empfohlen. Eine gute Orientierung für Einsteiger bietet z.B. die vegane Ernährungspyramide.

Lobbyismus in Politik und Wirtschaft

Warum werden diese Erkenntnisse also nicht von Politik und Wissenschaft berücksichtigt und die Bevölkerung vor dem Verzehr von tierischen Produkten gewarnt? Die Antwort liegt offenbar im erfolgreichem Lobbyismus der Fleisch-, Geflügel- und Milchindustrie. Die Parteien wollen Wahlkampfspenden, Steuern und Arbeitsplätze erhalten, die an der ungesunden Ernährung hängen. Die Politik traut sich offenbar nicht, die Bürger umfassend zu informieren. Die Wahrheit ist, sie lassen die Bürger bewusst krank werden. Das führt zu explodierenden Gesundheitskosten (z.B. 1,3 Billionen Dollar weltweit für Diabetes, Quelle: Ärzteblatt.de) und nützt letztlich auch den Pharmafirmen, die immer neue Medikamente entwickeln, um die vermeidbaren Zivilisationskrankheiten zu behandeln. Sie alle haben kein Interesse daran, den Menschen eine gesunde Ernährung näher zu bringen. Wenn Sie es wären, würde wie bei Zigaretten auf jedem tierischen Produkt ein Warnhinweis stehen.

Wusstest du eigentlich, dass 91 Prozent des Amazonas Regenwaldes wegen der Nutztierhaltung und dem Anbau von Soja für die Viehwirtschaft abgeholzt wurden? Die Viehwirtschaft ist laut World Watch Magazin für 51 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich. Man müsste demnach nur auf den Verzehr von tierischen Lebensmitteln verzichten und hätte die Klimaerwärmung in kürzester Zeit gestoppt.

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