Wenn ich Millionär wäre

Nachdem ich das Buch „Eine Billion Dollar“ von Andreas Eschbach gelesen habe, habe ich mir die Frage gestellt, was ich tun würde, wenn ich eines Tages Millionär wäre. Derzeit bin ich von diesem Ziel zwar sehr weit entfernt, aber nichts ist unmöglich.

Reichtum bedeutet ein Stück Freiheit. Natürlich denkt man zunächst daran, sich selbst manchen Wunsch zu erfüllen, zum Beispiel einen zweiten Wohnsitz im Wunschland oder ein neues Auto anzuschaffen. Ich würde zudem den größten Teil des Geldes nutzen, um es in vielversprechende Aktien und Rohstoffe zu investieren und vermehren. Ohne solche Investments hätten einige Unternehmen nicht das Kapital, um schnell zu wachsen und damit neue Arbeitsplätze zu schaffen.


Reichtum verpflichtet

Aber ehrlich gesagt macht einen der materielle Besitz auf Dauer per se nicht glücklich. Ich habe einen Grundsatz: Reichtum verpflichtet. Deshalb würde ich auf meine Weise versuchen, die Probleme unserer Zeit (Bevölkerungswachstum, Armut, Raubbau an der Natur) zu lösen, indem ich in die ärmsten Länder der Welt investiere. Insbesondere Mikrokredite zu fairen Konditionen scheinen mir ein vielversprechender Ansatz zu sein, um dieses Ziel zu verwirklichen, wenn man es richtig macht. Mikrokredite sind Kleinkredite von einer Geldeinheit bis zu einigen tausend Geldeinheiten an Kleingewerbetreibende überwiegend in Entwicklungsländern.

Ich finde es bedauerlich, dass viele Vermögende einzig an sich selbst denken. Profitstreben scheint ihr wichtigstes Ziel zu sein. Viel zu selten sieht man, dass sie sich etwa gegen Armut oder für eine nachhaltige Produktion zum Wohle aller Menschen engagieren. Dabei kann das Engagement von Vermögenden in diesen Ländern wesentlich effektiver sein. Die Entwicklungshilfe von Staaten in Ländern der Dritten Welt kommt häufig nicht bei den Menschen an, sondern in den Taschen von korrupten Regierungen. Gerade deshalb sollten Reiche dort investieren, denn sie können durch die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fairen Löhnen wesentlich mehr zur Verbesserung der Lebensumstände beitragen als Staaten mit Subventionen.

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